Leuchtpunkte auf Luthers Weg

Leuchtpunkte auf Luthers Weg

„Und siehe, Leuchtpunkte weisen noch immer den Weg, so man sich an ihnen orientieren will“.

Vorwort Leuchtpunkte ...

Liebe Grenzgänger Freunde,

unsere Veranstaltungsreihe „Leuchtpunkte auf Luthers Weg 2016“ hat großen Anklang gefunden. Die positive Resonanz hat uns bewogen 2017 noch einmal nachzulegen. Deshalb haben wir in diesem Jahr weitere neun Veranstaltungen geplant. Leuchtpunkte gibt es in großer Zahl und verschiedenen Varianten. Um sie zu entdecken, muss man manchmal bewusst die Augen öffnen. Das Gleiche gilt für das ganze Leben, also auch den geistigen Bereich. Das ist umso schwieriger, je kleiner unser Gesichtsfeld ist. Die Stationen unserer „Leuchtpunkte – Reihe“ wollen mit ihrer kulturellen Vielfalt einen Beitrag dazu leisten, den Horizont zu erweitern.

Musik und Lyrik zum Entspannen, Nachdenken und Drüber-Reden.

„Und ich sage es gleich heraus und schäme mich nicht, zu behaupten, dass nach der Theologie keine Kunst sei, die mit der Musik könne verglichen werden, weil allein dieselbe nach der Theologie solches vermag, was nur die Theologie sonst verschafft, nämlich die Ruhe und ein fröhliches Gemüte.“
(aus den Tischreden Martin Luthers)

Vielleicht und hoffentlich sehen wir uns bei den Konzerten?

Bis dahin herzliche Grüße

Ihr
Michael Madjera
Vorstandsvorsitzender Grenzgänger e.V

Für das Projekt „Leuchtpunkte auf Luthers Weg“ sind insgesamt 20 Veranstaltungen für 2016 und 2017 geplant. Davon sollen 2016 elf Veranstaltungen stattfinden und 2017 neun. Von den Veranstaltungen 2016 sind fünf im Raum Mansfelder Land/Südharz geplant als Ergänzung der vom Landkreis/ Standort Marketing Gesellschaft SMG vorgesehenen Initiativen zur Belebung des dortigen Lutherwegabschnittes und sechs im übrigen Sachsen Anhalt.

Obgleich das Lutherjubiläum einen Grund zum Feiern gibt, sollte es das Bestreben sein, die Bedeutung des Ereignisses zu verinnerlichen und seine Relevanz in der Gegenwart und damit auch für die absehbare Zukunft zu erfassen.
Luther hat durch sein für damalige Verhältnisse unorthodoxes Denken und Verhalten Grundlagen für viele Veränderungen geschaffen, die nicht nur die Kirche selbst betreffen, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, da Kirche und Gesellschaft eine Einheit sind oder sein sollten. Nehmen wir den Kern von Luthers Denk- und Handlungsweise, also bar jener zeitbedingten Lebensweise, können wir etliche Grunderkenntnisse feststellen, die z. Z. ebenso relevant und aktuell - in mancher Hinsicht sogar potenziert - sind, wie vor 500 Jahren: der Werteverfall/-bedarf in der Gesellschaft, die Kirche als potenzieller Wertevermittler und ihre Relevanz in der Gesellschaft, Grundlagen zwischenmenschlicher Kommunikation, Anspruchsdenken statt Erfüllungsbewusstsein etc. Die Tatsache, dass das Denken und Wirken eines Menschen über Jahrhunderte Entwicklungen deutlich beeinflusst hat, weist auf deren Tiefgründigkeit hin. Und will man diesen Menschen und sein Wirken über eine Kulthandlung hinaus durch ein Jubiläum wirklich ehren, kann das nur dadurch geschehen, dass man versucht, den eigenen Geist mit dem des Geehrten zu vereinigen.

Ehrungen sollten immer auch physisch erfassbar sein, da der Geist ohne Äußerung nicht wahrnehmbar ist. Die physische Äußerung in Form von Veranstaltungen sollte aber so gestaltet sein, dass sie zwar ansprechend sind, sich aber nicht in Effekthascherei erschöpfen sondern gleichzeitig auch einen Inhalt vermitteln, der letztlich die geistige Verbindung mit dem Geehrten herstellt. Die nachstehend aufgeführte Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Leuchtpunkte - auf Luthers Weg" zielen darauf ab, durch kulturelle Darbietungen aus den Bereichen Musik, Lyrik, Diskussionsforen und Ausstellungen meditative Erlebnisse an bestimmten Orten auf dem mit Luther im Zusammenhang stehenden Weg von Eisleben nach Wittenberg zu ermöglichen. Aber nicht nur dort, da es auch andere Orte geben wird und hier insbesondere in kleineren Kirchen im ländlichen Bereich, die zwar physisch nicht im direkten Kontakt mit Luther gestanden haben mögen, nichts desto weniger aber spirituell durchaus mit ihm verbunden sind. In dem Bemühen, auch weiterhin einen Beitrag gegen den Werteverfall in der Gesellschaft durch Kulturangebote zu leisten, ist geplant, auch nach 2017 ähnliche Veranstaltungen anzubieten.